Pressblecharbeiten der Römischen Kaiserzeit

Die Herstellung von Pressblechen aus Messing oder Bronze von römischen Motiven geschieht nach folgendem Verfahren: Zuerst wird ein römisches Ziermotiv modelliert; so z.B. Remus/Romulus, Pelten, Palmetten, Blüten, Götter oder Münzmotive. Diese werden dann als Matrize oder Patrize in Bronze abgegossen. Nun wird mit Hilfe eines Treibhammers das Motiv über eine Zwischenlage aus Blei auf das zu prägende Blech übertragen. Es wird so lange geschlagen, bis sich das Motiv komplett abgebildet hat. Danach kann das Blech entsprechend seiner Verwendung zugeschnitten, poliert, gelocht und aufgenietet werden.

Archäologische Funde von Pressblechresten zeigen, dass sie Holzkästen,Möbel, Fibeln, Schilde und Gürtel zierten. Damit konnte mit wenig Materialeinsatz große Flächen seriell verziert werden, ohne auf die Gusstechnik zurückgreifen zu müssen.

 

 

© artaes, Markus Gruner

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