Bronzeguss in der Antike

In der Antike kannte man mehrere Bronzegussverfahren, die im Wesentlichen auch heute noch so praktiziert werden. Dabei unterscheidet man das Gießen in Dauerformen und Gießen in sogenannte Verlorene Formen. Dauerformen bestehen zumeist aus zweiteiligen Metall-, Ton- oder Steinformen und sind mehrfach verwendbar. Gießen in verlorene Form unterscheidet den Guss im Wachsausschmelzverfahren und den sogenannten „Sandguss“, obwohl dort alles gegossen wird, nur bestimmt kein Sand!

Vereinfacht gesagt, wird beim Wachsausschmelzverfahren ein Positiv des zu gießenden Objektes aus Wachs erstellt, eingebracht in die Einbettmasse, ausgebrannt und in den entstandenen Hohlraum (Negativ des Objektes) wird die flüssige Bronze eingegossen.

Beim Sandgussverfahren wiederum wird ein druckbeständiges Modell des zu gießenden Objektes  in einem zumeist zweiteiligen Gussrahmen mittels Formsand abgeformt (gestampft). Das Modell wird entnommen und in den entstandenen Hohlraum die Bronze eingegossen. Bei der Entnahme der erkalteten Bronze wird die Sandform unweigerlich zerstört.

 

 

© artaes, Markus Gruner

Wandbilder

Plastik